Wo sind die Obersülzer Frösche?

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Sind sie am Dorfbrunnen ?

Foto: Haas

Oder am Spielplatz?

Foto: Haas

Oder sind es die Einwohner, die als Frösche bezeichnet werden und die so stolz darauf sind, dass sie vor vielen Jahren einen Kerwewagen gestaltet haben?

Foto: Marsch

Dass die Obersülzer  als Frösche bezeichnet werden,  haben sie mit Einwohnern in Feuchtgebieten und an Bächen gemeinsam: Hohen-Sülzen, Beindersheim, Speyerdorf, Jockgrim u.a.. 

Aber lebendige Frösche in Obersülzen ?  

Wäre es denkbar, dass sich im Umfeld des renaturierten Landgrabens ein Lebensraum für Frösche entwickelt hat ? Die Vermutung könnte zutreffen, wenn nicht allzu weit entfernt Amphibien vorkommen:

Wir sind mit  Dr. Michael Leible am Landgraben gewesen. Er hat zugesagt, 2019 das Gebiet in seine Forschungen mit einzubeziehen. Vielleicht findet er die Frösche, denen die Obersülzer ihren Necknamen verdanken – den Teichfrosch (Wasserfrosch), wie er in einem privaten Teich in Obersülzen vorkommt.

Foto: Sauer

Oder den Grasfrosch – Lurch des Jahres 2018 – dessen Lebensraum der Landgraben sein könnte.

Richard Bartz, Munich aka Makro Freak/wikipedia/CC BY-SA 2.5

Zu  wünschen wäre es. Damit es auch wieder echte lebendige Frösche in einem gefährdeten Lebensraum gibt.

Text: Bernd Haas

GEO-Tag der Artenvielfalt 2018 in Obersülzen – mit NABU Eisenberg/Leininger-Land und Bach und Baum Obersülzen e.V.

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Jedes Jahr ruft das Magazin GEO am zweiten Juniwochenende zur Beteiligung am GEO-Tag der Artenvielfalt auf.

Ziel des GEO-Tages der Artenvielfalt ist eine Bestandsaufnahme unserer unmittelbaren Umwelt: Was wächst und gedeiht in der näheren Umgebung? 

Wenn man sich mit „Google Earth“ Obersülzen von oben anschaut, ist diese Frage zunächst fast nicht zu beantworten. Von Süden drängt`s die Gemüsebauern aus dem „Pfälzer Gartenparadies“ um Mutterstadt usw. auf die fruchtbaren Böden von Obersülzen mit Intensivgemüsekulturen – vor allem mit Spargel, der unter kilometerlangen Folientunneln zu genormten Turbostangen „gedeiht“ – zur Freude der nicht ortsansässigen Spargelerzeuger und der Verpächter Obersülzer Bodens.

Aber es gibt sie noch diese kleinen Streifen unmittelbarer Umwelt, auf denen es noch „kreucht und fleucht“: Neben dem seit zig Jahren von Ulrich Heinze initiierten und bepflanzten „amazonas ulricus“ rund um und entlang der aufgelassenen Wurzelkläranlage gibt es den Streifen renaturierten Landgrabens, der sich inzwischen mit Kleinfauna und -flora beachtlich angereichert hat.

Dort traf sich eine starke Gruppe beider Naturschutzvereine, um im Grasland und im Wasser des Landgrabens Arten zu suchen und zu bestimmen.

Die dafür nötigen Utensilien standen bereit.

Dem Spaziergänger, der sich entlang des Landgrabens bewegt, fällt in der Regel die Vielfalt und auch die Schönheit von Pflanzen und kleinem Getier nicht auf. Ein genaues Schauen schafft zunächst mal einen kleinen Überblick.

Um dann mit geschärften Sinnen die bewunderswerten Details wahrzunehmen.

Bilder: F. Sauer

Vom Gelbfelberich…

Bild: Bastian

… bis zum blühenden Labkraut, an dem eine braune Raupe klebte. Festgestellt wurde dann, dass es sich um die Raupe des Mittleren Weinschwärmers (Deilephila elpenor) handelt.

Erscheint es uns nicht immer wieder wie ein Wunder, diese Metamorphose von einem leckeren Proteinhappen für Vögel zum Weinschwärmer in seiner vollen Pracht und Größe (Flügelspannweite ca. 60 mm).

In dem 100 m langen Wiesenstück fanden sich noch viele Attraktionen.

So wurden allein 5 Arten von Heuschrecken entdeckt: Nachtigallgrashüpfer, Gemeiner Grashüpfer, Schwertschrecke, Rösels Beißschrecke und das sehr eindrucksvolle Grüne Heupferd.

Besonders eindrucksvoll gestaltete sich die Entdeckung von Faltern und Libellen – allein 20 Arten von Schmetterlingen wurden gesichtet und benannt.

Es blieb der mutigen Jugend überlassen, sich mit Gummistiefeln und Kescher in die Fluten des Landgrabens zu stürzen, um auch hier nach Lebewesen zu suchen, in Becherlupen zu stecken und zu benennen.

Auf 100 m Landgrabenlänge lässt sich das Leben in seiner ganzen Schönheit und Vielfalt entdecken.

So wurden die Mühen des Suchens und Benennens reichlich belohnt.

 

Konfirmanden erkunden die Natur am Landgraben von Obersülzen

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Im Rahmen des Themas „Schöpfung“ waren Konfirmanden der Kirchengemeinden Großkarlbach, Laumersheim und Obersülzen zusammen mit Frau Pfarrerin Heck zu Gast bei „Bach und Baum“, um Erfahrungen mit der Natur am Landgraben in Obersülzen zu machen.

Sehen, fühlen, entdecken und bestimmen, was am und im Landgraben wächst, kriecht und schwimmt – aktiv und spielerisch -, das umfasste das Aufgabenfeld für die Konfirmanden.

Wer findet die von Christiane Stiehl-Haas gezeigten Naturmaterialien (Blüten, Zweige, Blätter, Früchte) möglichst schnell und benennt sie mit Namen?

Eifriges Suchen und Bestimmen machten durstig, und der Schluck Naturlimo aus der Kiste war hoch willkommen.

Beim nächsten Bereich Fühlen sollten Partner neue Erfahrungen mit Bäumen machen. Der „Sehende“ führte seinen „Blinden“ an einen Baum, ließ ihn ausführlich ertasten, drehte ihn im Kreis und führte ihn zurück. Mit geöffneten Augen wurden die Bäume von fast allen wieder gefunden.

Weiter ging es mit einer Gruppenaufgabe: In einer Fühlkiste mussten Naturmaterialien ertastet und benannt werden.

Beim Thema Tarnung im Tierreich galt es zunächst versteckte Gegenstände, die nicht in der Natur vorkommen und solche aus der Natur zu finden. Lebewesen, die nicht entdeckt werden wollen, sind schwierig zu finden. Umgekehrt erfuhren die Konfirmanden, dass manche Tiere gerade durch auffällige Warnfarben ihre Feinde abschrecken.

Danach fingen die Jugendlichen mit Kescher und Becherlupe Insekten im Bach und auf der Wiese, um sie möglichst zu bestimmen.

Bücher dienten als Hilfsmittel – eine wichtige Anleitung, selbst tätig zu werden.

90 Minuten Naturerfahrung … als Teil des Konfirmandenunterrichts …

 

 

Obersülzer Seniorenbaum von Bach und Baum e.V. eingeweiht

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Die Sommerlinde, im Dezember 2017 gepflanzt (wir berichteten), wurde gestern feierlich ihrer Bestimmung als Seniorenbaum übergeben. 

 

Zahlreiche Obersülzer Senioren hatten sich eingefunden, um der Vorsitzenden unserer kleinen Naturschutzgruppe, Christiane Stiehl-Haas, bei ihrer Übergaberede zu lauschen.

Was Obersülzen an Bürgermeistern, alt und neu, zu bieten hat, nahm den Anlass wahr, um an der Einweihung des Seniorenbaumes teilzunehmen.

Für Speis`und Trank – gut pfälzisch – war in gewohnter Weise gut gesorgt.

Was hier aussieht wie eine anspruchsvolle Reise nach Jerusalem, ist ein Ausdruck der geschwinden, um nicht zu sagen hurtigen liebevollen Versorgung unserer Senioren mit der notwendigen Atzung.

In der fröhlichen Runde um den Seniorenbaum bezeugt der älteste der Herren seine große Liebe und Verbundenheit zur und mit der Natur.

Der abschließende Guss für die Sommerlinde kündigte noch lange nicht das Ende dieser auch vom Wetter begünstigten geselligen Veranstaltung.

Bilder: B. Haas und Wünnenberg

Obersülzer Winterhilfswerk für Gartentiere

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Es ist immer wieder gut zu erleben, wie auch in dieser Zeit bei eisigen Temperaturen und scharfem Nordost-Wind das Winterhilfswerk für Vögel und andere Gartentiere von diesen in Anspruch genommen wird.

Wenn den Tieren dann noch selbstgemachtes Fettfutter angeboten wird, stellen sich die verschiedensten Gäste ein.

Die Rezeptur aus Pflanzenfett (keine Rama!) Walnuss-, Haselnuss-, Sonnenblumenkernen und Haferflocken scheint gut anzukommen.

Voegel futtern

Eichhoernchen futtern

Alle Bilder: F. Sauer

Schleiereulen im Kinderbett

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Da ist nichts anderes zu erwarten. Wird den Schleiereulen ein ausrangiertes Kinderbett – ausgestattet mit zwei Webcams – als Familienheim hingestellt, dann nutzen sie es eben in der ursprünglich angedachten Funktion.

Hinzu kommt noch, dass es draußen beginnt zu grünen: Winterling , Schneeglöckchen, Winterjasmin, Haselstrauch, Scheinquitte recken bereits ihre Blüten….

Also gibt´s nichts, was an den Frühlingsgefühlen der Schleiereulen verwundern dürfte.

Eulenkasten.leben.w

Bildkollage: H. Wünnenberg

Nun ist er da – unser Seniorenbaum

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Einen so kleinen Baum als Seniorenbaum zu bezeichnen, stiftet vielleicht Verwirrung. Stellt man sich bei einem Senior unter den Bäumen doch ein gewaltiges Trumm Holz vor, kirchturmhoch, nur von sechs großen Senioren zu umfangen.

Aber dieser am Montag gepflanzte Baum ist unseren Senioren zugedacht.

Unsere kleine Sommerlinde ( Tilia platyphyllos ) ist ein Lieblingsbaum für Insekten, der ab Juni – etwas früher als die Winterlinde – blüht. Seine Nektarabsonderung (mit ihrem hohen Zuckergehalt eine gute Honigquelle) und sein Blütenduft sind eine Attraktion für Bienen, Hummeln, Fliegen und Schwebfliegen.

Der Standplatz an der alten Friedhofsmauer ist luftig, so dass die junge Linde Platz hat zu ihrer Entfaltung und uns im Frühjahr des nächsten Jahres an die Früchte der Mitgliederbeiträge und Spenden unseres kleinen Naturschutzvereins erinnern wird.

Sen.Baum_Pflzg.w

Bilder: Bernd Haas

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