Weihnachten, das Jahresende, ein neues Jahr – allen diesen Zeitmarken liegt – nach unserem abendländisch-christlichen Verständnis – eine stille Aufforderung zum Einhalten und Nachdenken inne.

Hinderte uns früher daran das laute „KAUFE“ kreischende Vorweihnachtsgetöse der Wohlstandsjahre, so klingt seit zwei Jahren das penetrante „GEHORCHE“ der Machtinstanzen, die fürsorglich besorgt um unser aller Gesundheit sein wollen, durch das persönliche und öffentliche Leben der meisten Menschen und lässt eine klebrige Atmosphäre wie unter Mehltau entstehen. Und unter Mehltau kann es sich nur voller Angst vor Erstickung atmen.

Der Befreiungsschrei eines neu geborenen Kindes, das zum ersten Mal den Schock durch die ungewohnte Luft erfährt, macht Freude und immer wieder Erstaunen jedem Menschen, der das mit erlebt.

Von nun an wird das Kind alle 3,3 Sekunden einen Atemzug vollziehen, 18-mal pro Minute, 25 000-mal am Tag.

Dabei machen 25 Trilliarden Moleküle (250 mit 20 Nullen) diese Reise 18-mal pro Minute, 25 000-mal am Tag. Da könnte ein Molekül von „Caesars letztem Atem“ dabei sein. (Das ist zumindest eine legitime Idee, wenn man daran denkt, dass diese Moleküle sich lange in den Strömungen des heutigen Luftgasgemisches herumtreiben.)

Wenn das Neugeborene 80 Jahre alt wird, hat es 730.000.000 Atemzüge absolviert.

Vor 4 Milliarden Jahren klebten die ersten Einzeller schleimig an den Felsen und atmeten das damals vorherrschende Kohlendioxyd ein und Sauerstoff aus.

Vor 2 1/2 Milliarden Jahren, als sich die Atmosphäre mit Sauerstoff angereichert hatte, konnten Organismen den Sauerstoff atmen und Kohlendioxyd ausatmen – der erste aerobische Kreislauf!

Die Abermillionen Luftmoleküle des ersten Atemzuges unseres kleinen Kindes passieren mit etwa acht Stundenkilometern die 80 Quadratmeter (300.000 Millionen) seiner Lungenbläschen und füllen die 1600 Kilometer der kleinen Blutgefäße (Kapillaren) mit dem Sauerstoff.

In Verlauf von nur einer Stunde wird der kleine Mensch – glücklich älter geworden – durchschnittlich 10.000 Bakterien und 100.000 Viren einatmen. Dank gesunder Schleimhäute werden nicht alle Erreger in Erkältungszeiten sein Immunsystem schwächen.

„Da bildete Gott der Herr den Menschen aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens: so wurde der Mensch eine lebende Seele.“ 1. Buch Mose 2,7

Wir leben in Zeiten, in denen Ziffern unsere Realität abbilden sollen. Zahlen die oft Schwindel erregend und irreführend sind und die Seele der Dinge, der Menschen, der Erde nur entfernt berühren.

Was sind die Zahlen von Billionen Besitztümern der heutigen Herren der Welt (nicht „von Welt“) Gates, Zuckerman, Musk …, der Konzerzusammenballungen, der Finanzorganisationen angesichts der Millionen Jahre andauernden Evolution und ihrer unbegreiflichen und des Staunens werten Erscheinungen?

Es sind Zahlen, die sich wie der Turm zu Babel nur durch die Arbeit von Menschen aufblasen in den Himmel, fürsorglich begleitet und unterstützt vom Machtpool unseres Staates.

Es sind die Zahlen, die bei jedem menschlichen Tun, an jedem menschlichen Erzeugnis, an jedem menschlichen Körper auf einem Preisschild je nach Marktlage erscheinen.

Es sind die Zahlen hybrider Kriegführung gegen das Leben.

Hinter diesen Zahlen stecken höchst irdische Begierden … und Visionen, wie der NEUE MENSCH auszusehen, zu handeln hat und leben darf.

Säuberlich notiert ist das alles HIER zu ersehen.

Das Phänomen der langen, wundersamen Entwicklung des Lebens auf dem Planeten Erde bis zum ersten Schrei eines heute Geborenen bedarf großer Ehrfurcht und Scheu und sorgsamer Behandlung.

Vor 2000 schrie ein Kind seinen ersten Schrei, einen lauten, nachhaltigen, die damalige Welt langsam verändernden.

Seit 200 Jahren hört man diesen Schrei nur wie von weiter Ferne.

Frohe Weihnachten