„Wer zählt die Völker, zählt die Scharen,

die gestern hier zusammenkamen.

Aus Kibo-Land, und auch aus O ….“

Wenigstens ein Hauch von Schillers Kranichen muss auf die diesjährige erkennungsdienstliche Handlung der Beringung der kleinen Schleiereulen gelegt werden, denn eine Schar von Interessenten wollte ihr beiwohnen.

Hier kauern die kleinen Schleiereulen in der Ecke des Brutkastens.

Jörn Weiß, zertifizierter Beringungsexperte, führte souverän durch die Zeremonie.

Beim Öffnen des Nistkastens konnte eine der vier kleinen Schleiereulen nach draußen entschlüpfen und muss deshalb fürderhin ihr ring- und damit namenloses Schicksal tragen.

Behutsam wurden die Nestlinge in weiche Beutel gebettet, um anschließend fürsorglich und einfühlsam beringt zu werden.

Unter quasi kirchenamtlicher Aufsicht…

… erfolgte dann – wie im letzten Jahr – die Darbietung der Jungen im Tempel.

Jörn Weiß wies auf die Fähigkeit der Eulen hin, geräuschlos zu fliegen. 

„Die Hinterkante des Flügels läuft in eine gefranste, flexible Kante aus, die einen Teil der Wirbel dämpft und damit auch den Schall. Die samtartigen Daunen an der Flügeloberseite wirken wie eine nachgiebige, aber raue Oberfläche, ähnlich einem weichen Teppich. In Simulationen zeigte sich, dass die spezielle Struktur dieser Oberfläche Schall besser und anders schluckt als bekannte Schallschutzmaterialien. Entscheidend scheint dabei die verzweigte Geometrie der einzelnen Daunenfasern zu sein.“

Quelle: www:scinexx.de/news/biowissen/eulen-lautlose-flugtechnik-entraetselt/

Text und nicht gekennzeichnete Bilder: Wünnenberg