So froh uns der mit Macht einsetzende Frühling auch stimmt, so unfroh verbleibt in unserem Kurzzeitgedächtnis der brachiale Verwüstungsschlag am Landgraben vom Februar dieses Jahres zurück, der viele Menschen im Dorf – so hört man`s „uff de Gass`“ – entsetzt hat.

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Dass unsere beiden örtlichen Mandatsträger diese Maßnahme in Auftrag gegeben haben und sie alle zwei Jahre in Zukunft wiederholen wollen, haben sie inzwischen verlautbart. Wer diese Maßnahme nun ausgeführt hat, bleibt jedoch im Dunkeln.

Uns geht es nicht darum, jemanden an den Pranger zu stellen. Wir wollen nur sicherstellen, dass dieser Jemand nicht noch einmal gegen

  • das Landesnaturschutzgesetz,
  • alle Grundsätze der „Unterhaltungspflege nach DIN 18919“,
  • die Vereinbarung (LBM, VG, Untere Landespflegebehörde) vom  22.11.2010 nach    der der Gewässerzweckverband-Isenach für die Mahd und die Gehölzpflege des Landgrabens zuständig ist,

verstoßen kann.

In diesem Sinne haben wir uns an die dafür zuständigen Stellen gewandt mit der Bitte um Stellungnahme – bisher mit folgendem Ergebnis:

Datum an              Behörde                                                Antwort

19.2.19                    VG Grünstadt /Tolkendorf                                    0

4.3.19+19.3.19       Verbandsbürgermeister Rüttger /

                                 schriftlich mit Unterlagen                                    0

19.2.19+21.2.19.    Kreis Bad Dürkheim                                               0

18.2.19+21.2.1.      Struktur- u. Genehmigungsdirektion Süd

                                 Neustadt – Referat 34                                              0

19.2.19+21.2.19.    Gewässerzweckverband-Isenach                        0

Selbst wenn berücksichtigt werden muss, dass die mit diesem Sachverhalt befassten Herren – es sind ja meist Herren – viel viel Arbeit haben, ist die Zeit vom 18.2.2019 bis heute für die Beantwortung unserer Fragen und Einwände doch reichlich bemessen. 

Fast könnte dieser Eindruck entstehen:

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Aber da alle mit diesen Sachverhalten befassten Herren des zuständigen öffentlichen Dienstes gemäß ihrer Verpflichtung und sogar ihrem Amtseid nach Recht und Gesetz ihren Dienst tun, muss diesem Eindruck natürlich energisch widersprochen werden.

Es ist schlicht undenkbar, dass unsereins sich in unserem perfekt durchorganisierten Verwaltungsstaat, um simple Auskünfte über behördliche Maßnahmen zu erhalten, an den Bürgerbeauftragten wenden oder gar eine Strafanzeige wegen massiven Verstosses gegen das Landesnaturschutzgesetz  erstatten muss.