Als Shakespeare vor mehr als 400 Jahren die Tragödie Romeo und Julia schrieb, unterschied er zwischen Nacht und Tag. Wenn die Nachtigall noch singt, kann es nicht schon Tag sein, am Tag singt nur die Lerche . Dass dem nicht so ist, kann jeder erleben, der am Obersülzer Landgraben spazieren geht. Hier singen Nachtigallen tags und nachts.

w01.Teiln

Das konnten auch die Teilnehmer/innen (davon 7 aus Obersülzen) beim  abendlichen Spaziergang am 9. Mai 2018 erleben, zu dem Bach und Baum gemeinsam mit dem Nabu Leiningerland eingeladen hatten. Christiane Stiehl-Haas begrüßte sie, während Anita Bastian vom Nabu die Vogelführung leitete.

w02.Begruessung

Der Weg führte vom Wormser Weg nach Westen  bis zur Gemarkungsgrenze beim Sportgelände. Mindestens 15 Brutpaare nisten auf dieser Strecke   (siehe unten Artenliste „Begehung des Landgrabens“ )

w03.Unterwegs

Das Gelände des renaturierten Landgrabens scheint  ein idealer Lebensraum für Nachtigallen zu sein. Sie brauchen ein  Nest in Bodennähe, benötigen eine  Kräuterschicht und Falllaub – und dichte Hecken.

Ideal wäre es, wenn sich alle Hundebesitzer daran halten würden, während der Brutzeit ihre Hunde nicht in den Hecken stöbern zu lassen.

An einem Abendtermin sind naturgemäß nicht allzu viele Vögel zu hören. Dennoch war dies doch bei einigen der Fall.  (vgl. Artenliste unten)

Entdeckt wurden auch zwei Krähennester auf alten Pappeln.

w04.Kraehennest

Krähen bauen diese nur auf hohen Bäumen. Da diese in der heutigen Feldflur fast vollständig verschwunden sind,  ziehen sich Krähen in städtische Siedlungsgebiete zurück, wo sie durch Lärm und Verkotung für manche Bewohner zur Plage werden  (z.B. in Grünstadt).

Erfreut waren die Exkursionsteilnehmer auch über einen Käferfund.

w05.Kaefer

Artenliste der Begehung:

w06.Artenliste

Text: Bernd Haas