In den letzten Jahren fand am Kirchturm von Obersülzen ein erbitterter Verdrängungswettbewerb zwischen Schleiereulen, Dohlen und Turmfalken statt.

Wie es den Anschein hat, haben die Dohlen sich etwas vom Kirchturm entfernt, sodass die Turmfalken in diesem Jahr ungestört brüten konnten.

Die Reihenfolge der Sichtungen macht den Fortschritt bei der Falkenbrut gut sichtbar.

9. Juni 2017

09.06.17_Turmfalken.w

9. Juli 2017

09.07.17_Turmfalkenbrut.w

Nachdem einer der jungen Falken einen verfrühten Flugversuch unternommen hatte und vom Rasen unter dem Turm zurück in das Turmloch gebracht wurde, versuchte ein zweiter Jungfalke es besser zu machen. Mit dem gleichen Misserfolg. Auch er wurde fürsorglich wieder nach oben gebracht.

20. Juli 2017

20.07.17_Turmfalken.w

Nun scheinen die Jungfalken flügge genug zu sein.

Es soll noch erwähnt werden, dass ornithologisches Interesse und körperliche Kondition gleich stark sein müssen.

Immerhin sind bis in den Kirchturm über steile Stiegen etwa 30 Höhenmeter zu bewältigen.

Und das von Herren, die das jugendliche Springinsfeld-Alter doch schon seit einigen Jährchen verlassen haben.

Jeder kann sich ausrechnen, wie viele Höhenmeter die beiden Herren allein bei der Sichtung vom 9. Juli 2017 zu bewältigen hatten.

Bilder: F. Sauer