Sind so kleine Meldungen, 16 kleine Zeilen – ganz hinten versteckt in der ZEIT:

„Landwirtschaft: Zurück auf Anfang.“

So eine spektuläre Überschrift, schamhaft versteckt.

Wissenschaftler der Universität Kopenhagen fordern, dass die heutigen Getreidesorten die Eigenschaften ihrer Vorfahren wieder bekommen müssten, da diese robuster gegenüber Schädlingen und Unkraut gewesen seien.

So what!

Allein 2010  wurden 15.000 Tonnen glyphosathaltige Produkte ( 750.000 Tonnen weltweit ) in Acker-, Obst- und Weinbau, in Forstwirtschaft, im Zierpflanzenbereich und in Haus- und Kleingärten mit einem Glyphosatgehalt von weniger als zehn Gramm pro Liter bis zu 450 Gramm gespritzt.

Obwohl in der EU keine RoundupReady (RR) – Pflanzen ( also glyphosatresistent, genmanipuliert ) zugelassen sind, wird Glyphosat doch vermehrt eingesetzt bei der sogenannten Sikkation, dem Abspritzen/Trocknen der Pflanzen ein bis zwei Wochen vor der Ernte (dient der Reifebeschleunigung und vereinfacht die Ernte) und der pfluglosen Bodenbearbeitung nach der Ernte, um Unkräuter, Ausfallraps und Ausfallgetreide abzutöten.

All das ist in Obersülzer Fluren gut zu beobachten.

2012 sollen einer Studie zufolge inzwischen 39 % der Ackerflächen mit Glyphosat behandelt worden sein.(allein Wintergerste davon zu 66 %).

Sehr große Mengen solcher glyphosatbehandelter Gentech-Pflanzen werden (vor allem als Futtermittel) in die EU importiert.

Die 2002 nach der EU-Pestizidrichtlinie 91/414/EWG erteilte Zulassung von Glyphosat sollte nur bis 2012 gelten, wurde von der EU-Kommission aber bis Ende 2015 verlängert

Wie heißt es so schön in der Studie:

„Glyphosat ist nicht nur ein Herbizid, sondern auch ein Ackerbauinstrument. Ein großer Teil der Stoppeln im Ackerbau Deutschlands wird mit Hilfe von glyphosathaltigen Herbiziden gepflegt.

GEHEN SIE WEITER – HIER GIBT ES NICHTS ZU SEHEN – ALLES UNTER KONTROLLE – VÖLLIG UNGEFÄHRLICH FÜR MANN, WEIB, KIND UND MAUS!! – sagt das BfR-Bundesinstitut für Risikobewertung.

Wenn unsereiner Glück hat, gehört man zu den 3 von 7 Menschen in Deutschland, die nicht Glyphosat pinkeln.

Für die 7 anderen: Wegen der Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Inzwischen hat der Getreideanbau wohl die Pflegestufe 3 erreicht – und jetzt heißt es ZURÜCK ZUR NATUR.

Leider geht das – und jetzt kommt das dicke Ende – nur genmanipuliert. Denn: Die oben zitierten Wissenschaftler suchen nach Wegen, wie sie die Gene der natürlichen Weizensorten wieder in deren genmanipulierte Nachfolger applizieren können.

Also – so ungefähr wie das agrarische Ei des Kolumbus: Die Natur wird manipuliert, und wenn sie nicht so funktioniert, wie sie soll, dann wird sie eben wieder zurück manipuliert.

Toll! Da wurde ( zu wessen Nutzen? ) in der EU unter dem Vorwand des Sortenschutzes die Vielfalt des bäuerlichen Saatgutes in der Weise eingeschränkt, dass nur Saatgut, welches in einem Sortenregister eingetragen ist verwendet werden darf. Normierung statt Vielfalt – zu wessen Nutzen? (Hier gut nachzuvollziehen.) Von landwirtschaftlicher Biodiversität kann da wohl nicht mehr die Rede sein.

Sehr zum Nachteil der mittleren und kleinen Landwirte, die abhängig sind von dem – natürlich teuer verkauften – Saatgut.

MACHT EUCH DIE ERDE UNTERTAN – so Gottes Wort. Entweder hat der allmächtige Gott den Menschen in die Freiheit entlassen, auf dass er mache mit dieser, was er wolle ( dann wäre ihm seine Schöpfung gleichgültig ) – oder ihm ist der Mythos des Allmächtigen von Menschen – zu welchem Zweck auch immer – angedichtet worden, und er hat den Glauben an seine Schöpfung verloren und seinen Menschen auf dessen Gedeih und Verderben sich selbst überlassen – in der vagen Hoffnung, dass der selbst zur Erkenntnis der Welt und seiner Natur gelangen möge.

Viel weiter als bis zur geldwerten Ausnutzung und Kolonisierung der Natur und seiner Geschöpfe ( Menschen inbegriffen ) ist der so gottähnliche Homo sapiens anscheinend in seiner Erkenntnis noch nicht vor gedrungen.

Hinter diesem Prinzip der rücksichtslosen Nutznießung stehen nicht dunkle Kräfte, sondern konkrete – aber wohl verborgene – Menschen, deren Kenntnis uns heilsame Erkenntnis wäre.

In unseren politischen und publizistischen Breiten steht ein in dieser Hinsicht neugieriger Mensch bis auf weiteres im Dunkeln.

Möge derweil der allmächtige Gott, wenn er denn so allmächtig ist, diese sorgsam im Dunkeln versteckten 1 – 10 % kleptokratischen Nutznießer mit dem Staub des Geldes so zumüllen, dass sie endlich nach Luft und dem Sinn allen Lebens schnappen müssen.