Eine ältere Obersülzer Generation hat vor längeren Jahren viele Reihen von Pappeln gesetzt, die der Skyline von Obersülzen  – noch – ein charakteristisches Aussehen verleihen. Die Söhne und Enkel dieser vorsorgenden Generation sollten den Ertrag ernten – in Form von Streichhölzern, die aus dem Pappelholz gemacht werden sollten. Heute werden Streichhölzer kaum noch genutzt – aber die Pappeln stehen noch, werfen Schatten auf die Felder, werden morsch und müssen dann gefällt werden. Gut gemeint hat nicht immer ein gutes Ende.

Und das heute in einer Zeit, in der alles durch die ökonomische Verwurstungsmaschine gedreht wird, da muss sich Natur vor allem rechnen.

Sieht für die Pappeln nicht gut aus …

Aber spinnen wir doch mal!

Stellen wir uns eine sich langsam verändernde Obersülzer Landschaft vor, in der es sich nicht mehr lohnt, Quadratkilometer Spargel anzubauen oder intensivste Gemüselandwirtschaft zu betreiben – verändert in eine sanfte grüne Hügellandschaft mit satten Wiesen und glücklichen Kühen. Obersülzer Bärenmarke-Land.

Und mitten drin eine kleine, feine Produktionsstätte, in der die Landfrauen ein sehr erfolgreiches Modelabel für die gestandene Landfrau aufgebaut und designed haben mit superweichen, antiallergischen  Stoffen, die aus Milch gewonnen und gesponnen werden.

Pappellapap? Spinnerei?

Dann schauen Sie mal hier:

 Domaske

Anke Domaske, Modedesignerin und Biochemikerin hat die Milchfaser erfunden.

Und diese Firma macht sich bereit, viele Einsatzgebiete für Stoffe aus Milch zu erschließen.

Milchzarte Mode aus Obersülzen – das wäre doch was. Modern, zeitlos beständig, ökologisch.

Und die Pappeln könnten ihr verdientes Gnadenbrot bekommen.