Die kurze Erwähnung des Sinnes und Nutzens der 48 Meter langen, 65 Meter breiten, 12 Meter hohen und 3,5 Mio EURO teueren Grünbrücke über die Autobahn zwischen Wattenheim und Enkenbach in Klaus Stemmlers Wochenendkolumne in der “Rheinpfalz” – Unterhaardter Rundschau – vom 14. Januar 2012 kann noch ergänzt werden.

Blick auf die Grünbrücke über die A6 bei Wattenheim

Wenn es nur nur um den genetischen Austausch der Tierpopulationen auf beiden Autobahnseiten ginge, wären 3,5 Mio EURO sehr viel Geld – wenn auch immer noch billiger und sinnvoller als die Kosten für einen Panzer.

Die Bundesrepublik wird – wie der BUND berichtet – von 13 000 km Autobahnen, 12 000 km Fernstraßen und mehr als 30 000 km Bahnschienen durchkreuzt. Auf diesem dichten Verkehrsnetz kam es – wie der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) ausführt – im Jahr 2009 zu 250 000 Kollisionen zwischen kreuzenden Tieren und Fahrzeugen mit 2 800 Personenschäden und einem Gesamtschaden von 500 Millionen EURO. Eine Viertelmillion Tiere verendeten dabei.

Zur Zeit befinden sich laut Bundesamt für Naturschutz 14 Brücken oder Untertunnelungen im Bau – zu wenig, um die zunehmende Fragmentierung der Waldlebensräume etwas zu vermindern. Die Umsetzung der Pläne – z.B. der Bundeswildwegeplan des NABU – für möglichst bundesweit zusammenhängende Übergänge oder Siedlungs- und Verkehrsflächen für Dachs, Rotwild, Wildschwein oder Luchs gestaltet sich naturgemäß außerordentlich schwierig.

Einblick in diese mühselige Arbeit vermitteln die Berichte der Kreisgruppe Kaiserlautern des BUND über die Arbeit am bundesweiten Projekt des BUND am Wildkatzenwegenetz.

 
Diese Präsentation des BUND – Kreisgruppe KL – gibt einen guten Überblick über die Arbeit: