Alljährliches Reinemachen

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Unser kleiner Verein hat es sich zur alljährlichen Aufgabe gemacht, den Boden der Kirche von den doch recht deutlichen Spuren zu befreien, die die um den Kirchturm herum fliegende lebhafte Vogelgemeinde hinterlässt. Brauchte die Reinigungsmannschaft in den vergangenen Jahren etwas mehr an Heldenmut, um die doch sehr steile alte Treppe im Kirchturm zu überwinden, so sollte das in diesem Jahr doch ein Klacks sein, auf den Kirchenboden zu kommen. Denn die Gemeinde hat die Treppe  auch für künftige Generationen fachmännisch herrichten lassen. Trotzdem empfiehlt sich immer eine kurze innere Sammlung mit Blick auf das Kircheninnere …

  … um an der alten Orgel entlang …

… in den Turm zu gelangen, um gefeit zu sein gegen spukhafte engelsgleiche Phänomene.

Beherzt, aber maskiert, um von den intelligenten Dohlen draußen nicht wieder erkannt zu werden, geht es an´s Werk.

Denn die Dohlen haben sich der Nisteinrichtung bemächtigt. Wo früher flauschige kleine Schleiereulen in einem reinlichen Zuhause hungrig auf ihre Eltern warteten …

… haben heute die Dohlen die Schleiereulen verdrängt.

Aber das muss einmal ganz deutlich gesagt werden: Wenn die Dohle auch der Vogel des Jahres 2012 ist – sie und ihresgleichen haben bei aller Intelligenz, die man ihnen nachsagt, nicht den geringsten Sinn für Sauberkeit und eine halbwegs erträgliche Ordnung.

Nun sind Dohlen sicher intelligent – wie sollten sie sonst die langen Äste durch das enge Einflugloch clever in den Kasten bugsieren können – , auch sind sie aufmerksam und gelehrig.

Aber man muss schon ein sehr großer Optimist sein, wenn man sich durch künstlerisch ausdrucksstarke Gewandung  in der Hoffnung wiegt, Dohlen durch diesem pädagogischen Wink mit dem ästhetischen Zaunpfahl eine Ahnung von  Sauberkeit und Ordnung zu vermitteln.

Das nächste Jahr wird es weisen.

Zunächst muss aber die staubige und sperrige Hinterlassenschaft beseitigt werden.

Schönes und nützliches Neues aus der weiten Vogelwelt.

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• Wer sich wundert, dass Kolibris zur Ordnung der Seglervögel (Apodiformes) gehören, wo sie doch bei einer Flügelschlagfrequenz bis zu 50 Schläge/Sekunde fast still in der Luft stehen oder auch rück- und seitwärts wie ein Hubschrauber fliegen können, der bekommt in diesem Artikel eine kleine Aufklärung:

Scilogs (Spektrum der Wissenschaft)

• Serielle Monogamie ist bei Menschen der Ausdruck für das stete Anwachsen von Patchwork-Familien. Ein Trost dafür, dass die Welt in Teilen noch in Ordnung ist, war doch der liebevolle Blick auf die lebenslange Monogamie bei manchen Vogelarten.

Nun können wir uns das auch noch abschminken: Auch dort löst sich die Monogamie auf. Schuld soll der Klimawandel sein.

Steckt bei diesem Phänomen etwa ein neues evolutionäres Konzept dahinter?

Siehe hier:

Scilogs (Spektrum der Wissenschaft)

• Gut – die Dohle ist Vogel des Jahres. Das gibt den Obersülzer Dohlen aber noch lange nicht das Recht, das Einflugloch des eigens für Schleiereulen angebrachten Nistkastens im Kirchturm so verbarrikadieren, dass die brütende Schleiereule nicht mehr hinaus kommt und stirbt.

Bild: F. Sauer

Denn: Was Schleiereulen zu leisten vermögen, zeigt ein Projekt – initiiert von der Hans-Seidel-Stiftung im Jordantal in Jordanien. Dort werden Schleiereulen zusammen mit Turmfalken als “kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zur Verwendung von Pestiziden bzw. Rodentiziden” eingesetzt. Das hat bei den 300 an dem Projekt  beteiligen Farmern einen Anstieg des Ernteertrages um 24 % erbracht.

Man stelle sich das in Obersülzer Gefilden vor!

Bericht und Film (englisch und selbst erklärend) hier:

Scilogs (Spektrum der Wissenschaft)

Anleitung zum straflosen Fällen alter Bäume

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Nehmen wir nur mal an, Sie haben ein Grundstück, das Sie mit sorgfältig zu stutzendem englischem Rasen bepflanzen oder etwa eines, das sie intensiv gewerblich nutzen wollen.

Nehmen wir dazu an, dass an einem Rande – vielleicht im 10-Meter-Abstand – einige 30 Jahre alte Bäume stehen, die potenziell das Volumen von 40 Milliarden Streichhölzern haben.

Im Laufe eines Jahres dürften Sie ins Grübeln kommen. Denn im Herbst fallen doch einige Blätter auf ihren Rasen oder auf Ihre Intensivbeete – und was noch schwerer wiegt: Der Schatten der Streichholzbäume lässt den beschatteten Teil Ihres englischen Rasens verkümmern oder den Ertrag Ihrer Intensivbeete schrumpfen.

Ärgerlich ist das doch, wenn man auf seinem eigenen Grund und Boden Nachteile durch Gemeineigentum hat.

Für unsere versprochene Anleitung vergessen Sie sofort den Artikel 14,2 unseres Grundgesetzes „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen.“

Wenn Sie überhaupt nicht wissen, dass es den Artikel gibt – umso besser.

Denn schauen Sie: Unsere politische und wirtschaftliche Realität ist bereits viel weiter. Das Gemeineigentum hat inzwischen dem Eigentum zu dienen.  Also lassen wir das Gedöns mit dem Grundgesetz, wie unser alter Bundeskanzler Schröder immer so schön verlauten ließ, denn wer läuft schon immer mit dem Grundgesetz unter dem Arm herum.

Das zu Ihrer moralischen Legitimierung. Nun zur Praxis.

Zunächst sondieren Sie die Stimmung, die bei Eigentümern oder auch Pächtern herrscht, die ähnlich unter den durch Gemeineigentum verursachten Nachteilen leiden. Ein Tip dazu: Eigentümer sitzen meist in politischen Vertretungsorganen. Hier pochen Sie bei der Mehrheitsfraktion ganz entschieden auf die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde. Dieser Begriff ist gewissermaßen ein Schlüssel für die Beseitigung ungeliebter Natur.

Der Hinweis an diese Gremien, dass die Gemeindekasse mit der Veräußerung des gefällten Holzes etwas aufgebessert werden könnte, sollte hier nicht fehlen.

Damit Sie eine sachliche Grundlage für Ihre Argumentation haben, kontaktieren sie das Landschaftsinformationssystem der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz.

Lassen Sie sich nicht beunruhigen durch das Wort Naturschutz. Hier handelt es sich nur um eine Verwaltung, die letztlich doch den Streit mit Eigentümern verhindern soll.

Aus diesem Informationssystem beziehen sie den schlagkräftigen Beweis für die unerträgliche Beschattung Ihres Grundstücks.

Dieses Beispiel einer Senkrechtaufnahme aus einem ähnlich gelagerten Fall verdeutlicht diesen Schritt:

In einem dritten strategischen Schritt vergewissern Sie sich eines anerkannten Experten, denn die für Sie zuständige Kreisaufsichtsbehörde entscheidet in der Regel nach Aktenlage, weil es ihr an Personal fehlt. Das gilt es auszunutzen.

In Ihrem Fall muss der Experte natürlich ein Holzexperte sein. Was ein Holzexperte sein soll, ist ein weites Feld. Am besten ist einer, bei dem Sie ein All-inklusive-Paket erstehen können: Ein Holzfäller kann den Zustand eines Baumes am besten beurteilen – nachdem er einen gefällt hat.

Hier ein besonders gutes Bilddokument von Bäumen, die dem strengen Blick des Holzexperten nicht stand hielten.

Bei leisesten Windhauch wären diese alten Bäume in sich zusammen gefallen. Selbst auf diesem Weg, auf dem jeder Verkehr verboten ist, wäre  eine Katastrophe jederzeit möglich gewesen.

Wenn Sie entgegnen, dass so ein Experte doch in etwa zu vergleichen ist mit einem Fuchs, der als Experte für das Geflügelwesen oder mit einem Grizzly, der als Experte für Lachszucht auftritt – na und? So what!

Als gemeinnütziger Verein können wir natürlich keine Experten empfehlen, denn das würde den Wettbewerb innerhalb unserer freien Marktwirtschaft empfindlich verzerren.

Wir hoffen aber, dass wir mit diesen allgemeinen Hinweisen dienen konnten.

Was macht der Hirsch im Februar?

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Ab Februar gilt für die Hirsche eine Schonzeit bis Ende Juli. Was sie in ihrer ungefährdeten Freizeit dann so machen, hat eine Künstlerin hier in Szene gesetzt.

 

Bekommen Vögel Gänsehaut?

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Ein Dachs hat es gut. Wenn er sieht, dass er einen Schatten wirft, verkriecht er sich wieder in seinen warmen Bau – sagt man.

Was ein begeisterter Fotograf ist, tut das auch bei diesem kalten Wetter nicht, sondern versucht – wenn er schon frieren muss – nach Lebewesen, die auch frieren.

 

Türkentauben im Winter

Solange ein wenig Sonne scheint, stellt sich die Frage nach der Gänsehaut bei den Türkentauben wohl noch nicht.

Bei uns Menschen stellt die Kälte über die Haarbalgmuskeln die Haare auf. Dadurch wird die Haut weniger durchblutet, verliert also weniger Wärme. Wo keine Körperhaare sind, gibt´s auch keine Gänsehaut. Der medizinische Fachmann bezeichnet dieses Phänomen mit dem schönen Namen “Piloerektion”.

 Nehmen wir ruhig an, dass Vögel auch piloeregieren. Die folgenden Fotos beweisen das doch.

Türkentaube im WinterFotos: F. Sauer

Wo wir weitgehend unbehaarten Menschen uns mit dicken Daunenjacken gegen die Kälte aufplustern müssen, schaffen Türkentaube und Amsel ihre Wärmesisolation durch ihr mit Luft gefülltes Federkleid.

Frühling ade …

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Nun war es doch schon bunt auf weiss dokumentiert, dass der Frühling zumindest schon mal geschaut hat, ob die Luft rein ist …

Haselblüte im Januar

Haselblüte im Januar in Obersülzen

… und will sich gerade hoffnungsvoll auf den Weg machen, …

Krokusse im Januar auch in Obersülzen

… aber vorsichtig, wie ein Frühling nun mal ist, prüft er erst einmal verantwortungsvoll … hier ..

… und hier …

… und auch da …

… und lässt uns danach bei leisestem Frösteln schmählich im Stich.

Oder hat so ein Frühling Ohren? Dann hat er die Nachricht gehört, dass uns in der nächsten Woche ein Kälteschock mit gefühlten 25 Minusgraden ins Haus steht.

Bilder: Friedel Sauer

Was soll das ganze Imponiergehabe?

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Wer weiß nicht von den trickreichen Bemühungen mächtiger – nicht nur – kleiner Menschen, sich imposant zu präsentieren. Niemals hätte Napoleon zugelassen, dass er neben einem Pferd portraitiert wird – er musste schon drauf sitzen. Monsieur Sarkozy hat mit Signore Berlusconi die hohen Einlegesohlen in den Schuhen gemeinsam und Heinz Rühmann hätte ohne seine Kiste von der Kamera nicht aufgenommen werden können.

Die Bemühungen von reichen mächtigen Kerlen die höchsten Wolkenkratzer zu bauen, wollen wir erst gar nicht ausführlich kommentieren. Nach der fünften, sechsten Frau werden auch sie feststellen, dass sie einem klaren Wiederholungszwang folgen.

Mit ihren Verhalten stehen sie nicht allein – auch in der Vogelwelt verhalten sich Männchen ähnlich.

In der Ausgabe 07/2010 der deutschen Ausgabe von NATIONAL GEOGRAPHIC  wird das sehr lesenswert am Beispiel australischer Laubenvögel dargestellt.

Laubenvogel

Tim Laman in National Geographic Deutschland, Ausgabe 07/2010

National Geographic über die Laubenvögel:

- Der Evolutionsbiologe Jared Diamond nannte sie einmal «die menschlichsten aller Vögel». Sie bauen Hütten, die wie Puppenhäuser aussehen. Sie arrangieren Blüten, Blätter und Pilze so kunstvoll wie ein Maler, der ein Stillleben komponiert. Außerdem sind Laubenvögel Stimmkünstler: Einige kön­nen die männlichen und weiblichen Parts der Duette einer anderen Art nachsingen. Manche ahmen einen Kookaburra nach, den Eisvogel, der auch Lachender Hans genannt wird, oder das Knattern einer Kettensäge. Tanzen können sie übrigens auch, und was „Donalds“ Käfersammlung betrifft: Er tötet die Insekten allein zum Zweck, sie als Dekor zu nutzen. So etwas tun unter allen Tierarten sonst nur noch die Menschen. -

Markus Bennemann hat ein wunderschönes Buch geschrieben: Die Evolution im Liebesrausch – Das bizarre Paarungsverhalten der Tiere (Eichborn-Verlag,)  In seinem Kapitel über Liebesnester schildert er, dass die Laubenvögel in Australien und Neuguinea ihre Lauben nicht als Nester sondern als Theater konzipieren. Die Nester bauen die Weibchen eher beiläufig auf einem Baum. Der Kerl macht sich sowieso dünne – er hat seine Gene gestreut, das genügt. (Auch irgendwie bekannt.) Da gibt es in Neuguinea den Hüttengärtner (Amblyornis inornatus), der seine Laube aus dem bis zu 3 m hohen Geflecht von Baumschößlingen herstellt und von der Spitze herab ein rundes Hüttendach bis zum Boden konstruiert. Und das alles mit dem Schnabel!

(Donald Trump baut seine Wolkenkratzer mit Hilfe von Geld – der rührt selbst keinen Finger!)

Hüttengärtner aus Neuguinea

Konrad Wothe hat auf seiner Seite “Moments of Natur”  atemberaubende Fotografien aus aller Welt dokumentiert.

Laubenvögel-Männchen verhalten sich aber noch raffinierter beim kunstvollen Bau ihrer Laube und besonders beim Arrangement der lockenden Gegenstände vor der Laube.

Wie in SCIENCE, Bd. 225, S.335, 2012, von den Forschern Laura Kelley und John Endler von der Deakin University, Australien, berichtet wird, werden die Gegenstände vom Männchen entlang eines kleines Pfades, den das Weibchen nehmen soll, immer so penibel angeordnet, dass die kleinsten Dinge vorn und die größten hinten zu liegen kommen. So wirkt das Männchen bei der Inspektion des Nestes durch das Weibchen vor den kleinen Gegenständen größer und attraktiver.

Eine perfekte Bühnenillusion also.

Nachtrag:

In der Ausgabe von SCINEXX – Das Wissensmagazin – erschien am 20.1.2012 eine ausführliche Beschreibung des Forschungsprojektes der australischen Forscher.

Sind so kleine Tierchen …

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Schauen Sie mal in Wikipedia, dem allwissenden Internetlexikon, unter “Ameisen” nach.

AmeiseWikipedia

Alles finden Sie: Von Körperbau über Ernährung und Staatenbildung zu Interaktion mit anderen Lebewesen – alles ist da.

Dieses Bild sagt dazu noch mehr über die Ameise:

Schema Ameise

Wikipedia

Und nun fragen Sie mich mal: Wie bildet ein solch kleines Wesen eine von außen so perfekt funktionierende Lebensweise? Arbeiten diese kleinen Tierchen alle an ihrem Platz für ein so großes “Staatengebilde” altruistisch zum Gedeihen ihrer Art? Was geht in ihrem “Kopf” vor?

Gibt es bei ihnen keine Individual-Mutationen a là Merkel, Sarkozy, Monti, Obama… oder auch Wulff, die vorgeben müssen, ihren eigenen Kopf zu haben? Haben die vielen kleinen wuseligen Tierchen eigentlich keinen Zoff? Alles easy – oder was? Ein Fall von Super-Organismus mit fest vom lieben Gott vorgegebenen Leitplanken?

Ich weiß: Es sind die Pheromone. Die leiten die Ameisen auf Schritt und Tritt. ( Und vielleicht auch unsere total durchblickenden Wirtschaftskatastrophen-Manager … obwohl: pecunia non olet, Geld stinkt doch nicht!)

Kann ja sein: Aber wo ist der Empfänger für die vielfältigen und auch komplizierten Signale, die diese nun wirklich  kleinen Ameisen empfangen und richtig deuten können müssen. Sind das die Scapi, die Funiculi, die Antennengruben? Haben die Ameisen eigentlich kein Gehirn?

Im FREITAG vom 16.01.2012 beschreibt Benjamin von Brackel die Forschungsbemühungen von Jürgen Heinze von der Uni Regensburg, der durch seine Beobachtungen der kleinen possierlichen Tierchen mit dem Gehirn von der Größe eines Salzkorns (!) zu dem Schluss kommt, dass es im Staate Ameise keinesfalls reibungslos und vorwiegend altruistisch zugeht. Da herrscht ein Hauen und Stechen, ein Mobben und auch Töten.

Sehr interessant zu lesen – weil´s bei Ameisens so ist wie im richtigen Leben.

Vom inneren Leben einer Zelle

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Man nehme sich knappe 8 Minuten Zeit – und versetze sich in die 3 D – Darstellung der Havard University vom molekularen Mechanismus in einem Blutgefäß, der während der Arbeit der weißen Blutkörperchen bei einer Entzündung entsteht.

Die nervige Musik ist abstellbar.

Sie sind richtige Aufreger … warum?

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Die kurze Erwähnung des Sinnes und Nutzens der 48 Meter langen, 65 Meter breiten, 12 Meter hohen und 3,5 Mio EURO teueren Grünbrücke über die Autobahn zwischen Wattenheim und Enkenbach in Klaus Stemmlers Wochenendkolumne in der “Rheinpfalz” – Unterhaardter Rundschau – vom 14. Januar 2012 kann noch ergänzt werden.

Blick auf die Grünbrücke über die A6 bei Wattenheim

Wenn es nur nur um den genetischen Austausch der Tierpopulationen auf beiden Autobahnseiten ginge, wären 3,5 Mio EURO sehr viel Geld – wenn auch immer noch billiger und sinnvoller als die Kosten für einen Panzer.

Die Bundesrepublik wird – wie der BUND berichtet – von 13 000 km Autobahnen, 12 000 km Fernstraßen und mehr als 30 000 km Bahnschienen durchkreuzt. Auf diesem dichten Verkehrsnetz kam es – wie der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) ausführt – im Jahr 2009 zu 250 000 Kollisionen zwischen kreuzenden Tieren und Fahrzeugen mit 2 800 Personenschäden und einem Gesamtschaden von 500 Millionen EURO. Eine Viertelmillion Tiere verendeten dabei.

Zur Zeit befinden sich laut Bundesamt für Naturschutz 14 Brücken oder Untertunnelungen im Bau – zu wenig, um die zunehmende Fragmentierung der Waldlebensräume etwas zu vermindern. Die Umsetzung der Pläne – z.B. der Bundeswildwegeplan des NABU – für möglichst bundesweit zusammenhängende Übergänge oder Siedlungs- und Verkehrsflächen für Dachs, Rotwild, Wildschwein oder Luchs gestaltet sich naturgemäß außerordentlich schwierig.

Einblick in diese mühselige Arbeit vermitteln die Berichte der Kreisgruppe Kaiserlautern des BUND über die Arbeit am bundesweiten Projekt des BUND am Wildkatzenwegenetz.

 
Diese Präsentation des BUND – Kreisgruppe KL – gibt einen guten Überblick über die Arbeit:

 

 

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